Ethel Merhaut singt. Wundervoll schöne, jiddische Lieder, sie verkörpert Mendeles Innenleben, ist aber auch sein Gegenüber, immer toll, immer exakt im Moment, ihre Stimme kann tanzen und träumen lassen.
— Egbert Tholl- Süddeutsche Zeitung
Die schillernde Sopranistin im Tanz mit wortwitzigen Kompositionen, schwungvollen Rythmen und einer gelungenen Inszenierung, in der jeder Blick, jedes Hauchen und jeder Ton perfekt zur Geltung kamen, machten dieses Konzert so hörens- wie sehenswert.
— Kathrin Gruber, Rundschau

Die Wiener Sängerin Ethel Merhaut hat sich ganz dem Repertoire der 20er und 30er Jahre verschrieben. 

Vom klassischen Gesang kommend lässt sie Elemente des Jazz & Swing in ihre Stimme einfließen und haucht mit Charme & weiblicher Moderne den fast 100 Jahre alten Liedern neues Leben ein.

Ihr breitgefächertes Repertoire von Robert Stolz, Friedrich Hollaender bis Georg Kreisler bringt Ethel Merhaut in vielen verschiedenen Formationen auf die Bühne, sei es mit ihrem eigenen Ensemble, mit Salon- und Big Band Orchestern oder anderen ausgewählten MusikerInnen dieses Genres. Ihr Album „Süß & Bitter- Lieder der 30er Jahre“ erschien bei Sony Masterworks, „Out of Sight- Vergessene Wienerlieder und jiddische Tangos“ mit ua. Andreas Ottensamer, Julian Rachlin und Bela Koreny bei Gramola Wien. Ihr jüngstes Album „Here & There“ veröffentlichte sie im Februar 2025.

Als Interpretin von Georg Kreisler Liedern feierte sie an der Seite von Karl Markovics, Katharina Strasser & Béla Korény große Erfolge. "Im Frauenparadies" mit Stefano Bernardin und dem Orchester Divertimento Viennese erklingt seit 2023. Der literarisch- musikalische Abend "Travestie der Liebe" mit Publikumsliebling Gerti Drassl widmet sich den vergessenen Autorinnen Else Feldmann, Else Lasker- Schüler und Vicki Baum. Gemeinsam mit dem Jewish Chamber Orchestra Munich und dem Schauspieler Stefan Merki ist die Sängerin mit dem musikalischen Singspiel „Mendele Lohengrin“ zu sehen.

Die Wiener Chansonniere ist überwiegend im deutschsprachigen Raum zu hören und ist regelmäßiger Gast bei renommierten Konzerthäusern, Jazz Clubs und Festivals wie dem Kurt Weill Festival, Münchner Kammerspiele, Wiener Konzerthaus, Porgy&Bess, Philharmonie Reutlingen und dem Rheingau Musik Festival.

Persönliches von der Künstlerin:

“Schon als kleines Kind war ich fasziniert von den alten Schallplatten meines Großvaters, der eine riesige Sammlung von Oper bis Jazz und Chanson besaß. 

So zog es mich nach meinem klassischen Gesangsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst immer mehr zum Repertoire der 20er und 30er Jahre. Eine Zeit in der ernste Musik und Unterhaltungsmusik noch viel enger verflochten waren als jetzt- Operndiven, die an großen Opernhäusern sangen, reüssierten als Schauspielerinnen in leichten Operettenverfilmungen. Richard Tauber, einer der wohl bekanntesten Tenöre der damaligen Zeit, interpretierte Filmmusik und U- Musik von Walter Jurmann, Fritz Rotter und anderen Legenden. Die Schauspielerin Marlene Dittrich tourte mit ihren Liedern durch Frankreich um die Moral der amerikanischen Truppen zu stärken …

Das Repertoire der 20er und 30er Jahre, von Komponisten wie Friedrich Hollaender, Werner Heymann, Paul Abraham, Oscar Strauß, Robert Stolz, Ralph Benatzky, uvm begeistert mich und ermöglicht mir all meine stimmlichen Facetten einzusetzen- sei es klassisch oder modern, leise oder laut, gehaucht oder am Punkt, schwelgerisch- schmelzend oder bestimmt… die Ausdrucksweisen dieses Repertoires - Tangos, Chansons, Walzer, Foxtrotts sind grenzenlos und jedes Mal eine neue Herausforderung für mich. 

Gleichzeitig möchte ich nicht in Nostalgie schwelgen, sondern suche einen modernen Ansatz, der den alten vergessenen Diven dieser Zeit (Gitta Alpar, Martha Eggerth uvm.) huldigt jedoch sie nicht imitiert. 

Die Texte und Melodien sind und bleiben zeitlos gut und berührend und sind es wert nicht vergessen zu werden.”